2012 – Schulkindergartens für körper- und mehrfachbehinderte Kinder in Rastatt

Unter dem Motto „Totale Kommunikation“, konnten wir in diesem Jahr am 4. Dezember unser vorweihnachtliches Geschenk in Höhe von 1.500 Euro an die Kinder des Schulkindergartens für körper- und mehrfachbehinderte Kinder in Rastatt überreichen.

„Wir sind ein Schulkindergarten für körper- und mehrfachbehinderte Kinder der Reha-Südwest. Unsere Aufgabe ist es, Kinder mit Behinderung individuell zu fördern und sie auf den Besuch einer Schule vorzubereiten. Jeder Kindergartentag in unserem Schulkinder-garten soll für die Kinder lehrreich, fördernd, spannend, interessant, ermutigend und mit Spaß und Liebe gestaltet sein“, stellte Leiter der Einrichtung Günter Fier den Kindergarten vor.

Kann ein Kind nicht oder nur unzureichend sprechen lernen, bietet man ihm Alternativen zur eigenen Lautsprache an, um trotzdem möglichst gut kommunizieren zu können. Und das ist wichtig, denn Kommunikation ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern von ihr hängt in hohem Maße ab, wie selbstbestimmt und sozial ein Leben verläuft.

Mögliche Alternativen zur eigenen Lautsprache fasst man unter dem Begriff „Unterstützte Kommunikation“ zusammen. Diese reichen von einfachen Gesten oder Gebärdensprache über das Zeigen auf Bilder und Symbole bis hin zu technischen Kommunikationshilfen mit künstlicher Sprachausgabe. Grundvoraussetzungen gibt es fast keine. Nahezu jeder noch so schwer behinderte Mensch kann und will kommunizieren. Es geht darum, ihn dabei in geeigneter Weise zu unterstützen und solche Kommunikationsformen zu finden, die es ihm ermöglichen, sich besser mitzuteilen.
Unterstützte Kommunikation ist der „Oberbegriff für alle pädagogischen bzw. therapeutischen Maßnahmen, die eine Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten bei Menschen ohne Lautsprache bezwecken.“ Das heißt, dass Menschen, die sich mit ihren eigenen Mitteln nicht zufriedenstellend ihrer Umwelt mitteilen können, jedoch über ein Sprachverständnis verfügen, eine Möglichkeit aufgezeigt werden soll wie sie ihre kommunikativen Kompetenzen im Alltag um die Lautsprache ergänzen, ersetzen oder erweitern können.
Durch Einsatz verschiedener Hilfsmittel (wie Computer, Umfeldsteuerungen, adaptierte Spielzeuge, spezielle Software), Techniken und Strategien kann das Kommunikationsbedürfnis besser erfüllt werden.

Es freut uns, dass die Anschaffung solcher Hilfsmittel ein wichtiger Beitrag zur positiven Entwicklung von Kindern ist.
Wir wünschen allen viel Erfolg und Freude an Kommunikation!

Mario Rummel und Alexander Hertling